Die Inszenierung findet natürlich, wie bei fast jeder Theateraufführung, auf einer Bühne statt. Eine Bühne kann in einer Pflegeeinrichtung alles sein: ein freier Platz im Wohnbereich, idealerweise ein Angebotsraum, der nur für solche Zwecke genutzt wird, es kann der Garten sein – in unserem Fall wird der Raum für unsere Proben und für die anschließende Aufführung die Cafeteria der Einrichtung sein. Das stellt uns vor einige Herausforderungen. Man kann zum Beispiel die Räumlichkeiten nicht wirklich abdunkeln, um auf der Bühne Dunkelheit zu simulieren oder um projizierte Bilder wirklich gut und klar sichtbar zu machen.
Wir haben auch keine ausreichende Anzahl von Treffen zur Verfügung, um aufwändige bühnenbildnerische Arbeiten mit Pappmaché und ähnlichen Werkstoffen durchführen zu können. Und außerdem war die Idee ja gerade, die heutzutage zur Verfügung stehenden Techniken – insbesondere die KI – für unser Projekt zu nutzen. Internetanschluss, diverse Endgeräte, eine Leinwand oder projektionsgeeignete weiße Wände sind vorhanden.

Was die Umsetzung konkret betrifft, versprechen wir uns Input von unseren jüngeren Projektteilnehmern. Genauer gesagt hoffen wir auf einige Hardcore-Nerds aus den Reihen der Norfer Gymnasiasten, die Spaß daran haben, mit Gemini, Grok, Claude, Co-pilot und all den anderen KI-Tools geeignete Bilder zu erstellen und sie per Rücklichtprojektion auf eine Leinwand zu werfen. (Es wäre sogar möglich, diese Bilder auch noch zu animieren und so für einen zusätzlichen „Wow!“-Effekt zu sorgen – obwohl das vermutlich eine Überladung wäre, eine Effekthascherei und auch viele Leute visuell überfordern könnte. Vor allen Dingen aber könnte es von den Szenen selber ablenken.)
Wie wir das gestalten, werden wir in den „Laboren“ experimentell herausfinden. Die einschlägigen KI Tools stehen jedenfalls zur Verfügung. Dafür nutzen wir die jeweiligen Pro-Versionen bzw. Abo-Modelle, um die für die Bildgenerierung notwendigen Tokens zur Verfügung zu haben.



Ergänzung 27.06.2026
Nach einigen Wochen Praxis – mit Proben, Treffen, Improvisationen und verschiedenen erwogenen und wieder verworfenen Experimenten und Plänen für die Bühne selbst – werden Bühne und Bühnenbild etwas konkreter: Die Hintergrundprojektion auf die Leinwand funktioniert, mangels Alternative werden wir also, trotz gewissen Einschränkungen (Lichtverhältnisse, Notwendigkeit der spiegelverkehrten Darstellung aller projizierten Bilder mit Text) dabei bleiben.
Für den Bereich des Cafés, der uns als Bühne dienen soll, haben wir vor, ein Drahtseil an die Decke zu spannen (Befestigungshaken und Seil sind bestellt und eingetroffen) und einen Vorhang aus Pannesamt (muss noch besorgt werden) dran zu befestigen.
In unserer Vorstellung sieht das ziemlich eindrucksvoll aus. Ob die Vorstellung der Realität standhält, wird sich zeigen.

