Die „Bühne der Generationen“ gibt’s in so einer Einrichtung schon deswegen, weil die Bewohner allesamt ALTE Menschen sind, die in der Regeln von JUNGEN (na gut, jedenfalls jüngeren) Menschen gepflegt und betreut werden. Zusätzlich gibt’s im Alltag der Einrichtung und bei den dort stattfindenden Angeboten viele Begegnungen mit JUGENDLICHEN und GANZ JUNGEN Menschen, vor allem, wenn eine Einrichtung nicht weit entfernt von einer Schule und auf demselben Gelände wie ein Kindergarten angesiedelt ist.
Es liegt also nahe, nicht nur diesen Titel für unser Theaterprojekt zu wählen, sondern mal zu versuchen, die verschiedenen Generation über die Zusammenarbeit in so einem Projekt in direkteren Kontakt miteinander zu bringen.

Im Pflegeheim gibt’s immer was zu lachen. Es gibt auch viel zu meckern, vor allem über‘s Essen. Inzwischen leider auch über die finanzielle Belastung, die ein Pflegeheimaufenthalt für Bewohner und Angehörige darstellt.
Die meisten hier haben ihre eigenen Wohnungen und Häuser, ihre teilweise seit Jahrzehnten vertrauten Umgebungen verlassen müssen, weil’s nicht anders ging. Sie sind aufgrund ihrer Situation – auf fremde Hilfe angewiesen, sich nicht mehr alleine versorgen können – Teil der unfreiwilligen Wohngemeinschaft Pflegeeinrichtung geworden.
Deswegen ist es umso wichtiger, in dieser Situation den Kopf über Wasser zu halten um mit den einrichtungstypischen Umständen (und manchmal Widrigkeiten) zurechtzukommen. Eine solide Portion Humor und die Bereitschaft, alles nicht so ernst zu nehmen, gehört dazu.
Dazu wollen wir mit unserem Projekt beitragen und da es das erste dieser Art in unserer Einrichtung ist, wissen alle Beteiligten nicht, wie es werden wird, wie es funktionieren wird und welche Wirkung es auf Beteiligte und Zuschauer haben wird. Wir sind also alle gleichermaßen gespannt.
Wir starten das Projekt am 30. Mai 2026 (Samstag) mit einer Vorstellungsveranstaltung, in der wir Bewohner und Angehörige zum Mitmachen animieren wollen. Danach wird es mehrere Treffen – von uns „Labore“ benannt – geben, auf denen wir Szenen erarbeiten, ausprobieren und einstudieren.
Daneben wird an passenden „Bühnenbildern“ gearbeitet werden – es ist noch nicht ganz klar, ob direkt als digitale Projektion oder auf anderem Weg. Der krönende Abschluss ist natürlich die Aufführung Ende Juli.
Alles, was wir im Zusammenhang mit diesem Projekt so treiben, werden wir hier in diesem Blog tagesaktuell dokumentieren. Diese „begleitende Berichterstattung“ wird auch die Basis für die anschließende Dokumentation des Projektes sein.
