Am Samstag, den 30. Mai war es endlich soweit: Auftaktveranstaltung des Theaterprojektes!
Nach einigem Überlegen haben wir das ideale Setup gefunden, nämlich in der Mitte der Cafeteria. Das ist natürlich mit einiger Umbauerei verbunden, aber es ist den Aufwand wert. Denn auf diese Weise haben wir eine Bühne, an deren hinteren Ende die Leinwand steht und immer noch genügend Platz verbleibt, um sie per Rückprojektion anzustrahlen (was bei allen Bildern mit Texten erfordert, diese zu spiegeln, damit der Text für Darsteller und Zuschauer lesbar bleibt). Soweit unsere technologische Improvisation mangels eines Riesendisplays, dass uns ein mehrfaches des gesamten Projektbudgets gekostet hätte.







Eingeleitet mit Musik stellen wir in kleinen Schritten das Projekt vor. Der Allzeit-Klassiker vom kleinen grünen Kaktus führt uns zu der Einsicht, des hier eigentlich auf lustige Weise ein Nachbarschaftsstreit besungen wird. Das ist ein guter Aufhänger für ähnliche Erfahrungen, die natürlich jede(r) schon einmal gemacht hat.
Darauf aufbauend improvisieren wir eine Szene, die einem realen Erlebnis von Frau Nickel entspricht. Und schon geschieht das Wunder: sogar die eher zurückhaltende Frau Nickel, die sich eigentlich überhaupt nicht vorstellen kann, „Theater zu spielen“, befindet sich nach kurzem Zögern zusammen mit den anderen Darstellern auf der Bühne.
Dies ist die Art von Begebenheiten aus dem Leben der Beteiligten selbst, die das Projekt aufgreifen und umsetzen will.
So spielen und singen wir uns durch das Nachmittagsprogramm, und es entsteht der Eindruck, dass die Idee, in dieser Art eigene Erlebnisse, vor allem aber das Leben Pflegeheim, auf die Bühne zu bringen, durchaus Anklang findet und potentielle Mitmacher ermuntert hat, sich diesen Projekt anzuschließen.
Co-Direktorin Anni führt erkennbar nicht zum ersten Mal so eine Veranstaltung durch; mit souveräner Professionalität begleitet sie die Entstehung der kleinen Bühnenszene und fügt alles so zusammen, das in kurzer Zeit eine erste spielbare Story herauskommt
Man merkt den Leuten an, dass dies eine Sache ist, die völlig neu ist für die Einrichtung. Das hatten wir noch nicht, und zunächst mal muss sich jeder, der auf der Bühne steht oder sitzt daran gewöhnen, bei so etwas mitzumachen. So bestand dann auch folgerichtig die einzige Manöverkritik der Zuschauer darin, dass die improvisierte Szene etwas zu lang gewesen sei. Aber das lag natürlich daran, dass wir das, was wir sonst“ hinter verschlossenen Türen“ bei den Proben entwickeln, diesmal auf offener Bühne getan haben. Normalerweise kriegen die Zuschauer ja nur das Ergebnis zu sehen.



Ein wesentlicher Bestandteil der Projektkonzeption ist die technische Umsetzung mit der KI-gestützten Generierung und Umsetzung von Bühnen- und Hintergrundbildern. Das klappte auf Anhieb ganz gut, auch weil die Technik-Crew – nämlich Max und Maximilian – trotz anstrengenden Sportnachmittages noch rechtzeitig auftauchte und die technische Steuerung übernahm, beziehungsweise Max als Projektfotograf aktiv werden konnte (siehe die beigefügten Fotos).
Insgesamt ein vielversprechende Start, der Lust auf mehr macht und bis zum 11. Juli, dem Tag der Uraufführung, schöne Ergebnisse verspricht.

